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Reform der Online-Glücksspiele

Bis jetzt hat nur das Bundesland Schleswig-Holstein Lizenzen für die Online-Glücksspiele vergeben. Dies soll sich bald ändern, denn die Bundesländer Deutschlands wollen das Online-Glücksspiel nun unter bestimmten Bedingungen legalisieren.

 

Eine zentrale Glücksspielaufsichtsbehörde und ein Glücksspielstaatsvertrag mit strengeren Regeln zum Spielerschutz sind vorgesehen. Monatliche Einzahlungen der Glücksspieler/-innen sollen auf maximal 1000€ beschränkt werden. Die Kontrolle darüber sollen die Online-Glücksspielanbieter durch verbindliche Kundenkonten, die vor Spielbeginn durch eine Registrierung angelegt werden, erlangen. Außerdem sollen Online-Glücksspielanbieter/-innen dazu verpflichtet sein, ein „automatisiertes System“ anzubieten, dass die Funktion hat, sucht- und suchtgefährdete Spieler/-innen frühzeitig zu erkennen.

Werbung soll unter bestimmten Voraussetzungen für diese Glücksspiele gemacht werden dürfen. In Bezug auf die Online-Sportwetten ist eine Werbeverbot zwischen 06:00 Uhr und 23:00 Uhr vorgesehen und Live-Wetten sollen wegen Manipulationsgefahren in Zukunft eingeschränkt werden.

 

Zudem sollen in einer Sperrdatei künftige Glücksspielnutzerinnen und -nutzer mit Selbst- oder Fremdsperre erfasst werden. Die Sperrdatei soll bei der zentralen Aufsichtsbehörde liegen. Anbieter/-innen müssen alle Spieldaten für die Behörde zu Kontrollzwecken abrufbar halten. Diese soll so prüfen, ob Spielverläufe zulasten von Spielerinnen und Spielern manipuliert oder Regulierungsvorgaben verletzt wurden. Sogenannte parallele Spiele im Internet sollen nicht erlaubt werden.

Der neue Staatsvertrag soll, mit Auslaufen des alten Vertrages, am 01. Juli 2020 in Kraft treten.

 

Weitere Informationen:

 

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/online-gluecksspiel-deutschland-1.4767094 (29.01.2020)

 

https://www.zeit.de/digital/games/2020-01/gluecksspiel-online-casino-bundeslaender-reform-legal (29.01.2020)

Veröffentlicht: 29. Januar 2020

„Joker“-Schulung für Moderatorinnen und Moderatoren in Karlsruhe

Am 21. Und 22. Oktober 2019 fand die erste „Joker“-Schulung für Moderatorinnen und Moderatoren des Internationalen Bundes (IB) in Karlsruhe statt.

 

„Joker“ ist ein Programm zur selektiven Prävention von riskantem, problematischem und pathologischem Glücksspiel. Die Zielgruppe des Programms sind u.a. Jugendliche, welche derzeit eine Maßnahme der Jugendberufshilfe absolvieren.

Nach bereits guter Zusammenarbeit in der Modellphase des Projekts mit dem Internationalen Bund und erfolgreicher Evaluation des Projektes, konnte nun eine weitere Kooperation mit dem IB geschlossen werden.

Hierfür werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IB als Joker-Moderatorinnen und Joker-Moderatoren geschult, um anschließend den interaktiven Joker-Workshop mit ihren Gruppen an den jeweiligen Standorten des IB Baden durchzuführen.

Am 21. und 22. Oktober 2019 wurden somit insgesamt 16 neue Joker-Moderatorinnen und Joker-Moderatoren in Karlsruhe geschult.

Die Villa Schöpflin gGmbH bedankt sich beim Internationalen Bund (IB) für die gute Kooperation und wünscht allen Joker-Moderatorinnen und Joker-Moderatoren viel Erfolg und Freude bei der Umsetzung des „Joker“-Workshops.

 

Veröffentlicht: 28. Oktober 2019

Joker-Workshop: ein Werkzeug zur Prävention pathologischen Glücksspiels

Joker-Moderationsschulung am 21. und 22. Oktber 2019 in Karlsruhe

Probleme mit Glücksspielen sind unter sozial benachteiligten jungen Erwachsenen stark verbreitet und führen häufig in Abhängigkeit, Verschuldung und Beschaffungskriminalität. Die Villa Schöpflin gGmbH – Zentrum für Suchtprävention hat aus diesem Grund im Rahmen des Joker-Projektes einen innovativen, interaktiven Workshop zur zielgruppenspezifischen Prävention des pathologischen Glücksspielens entwickelt.

Nach gelungener Modell- und Pilotphase im Jahr 2016 und anschließender erfolgreicher Evaluation des Joker-Projekts und wurde dieses 2018 nochmals weiterentwickelt.

Die Verbreitung des Joker-Projektes erfolgt nun in Kooperation mit dem Internationalen Bund (IB) e.V., einem bundesweit agierenden freien Träger der Jugend- Sozial- und Bildungsarbeit.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Standorten aus dem Raum Baden haben somit die Möglichkeit, sich im Rahmen der Personalentwicklung von  21. – 22. Oktober 2019 als Joker-Moderatorin bzw. Joker-Moderator ausbilden zu lassen.

Die Schulung beinhaltet neben dem Kennenlernen des Joker-Workshops, der dazugehörigen Materialien sowie der Joker-App, auch wissenschaftlich fundierte Informationen zum Glücksspielbetrieb in Deutschland und zu Merkmalen und Entstehung des pathologischen Glücksspielens.

Nach der Schulung können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den interaktiven Workshop mit Hilfe der Joker-Methodentasche an ihren Standorten mit den einzelnen Gruppen durchführen.

 

Veröffentlicht: 4. Oktober 2019